Puh, der Round Table ist so weit ganz gut gelaufen. Und offenbar hat das Büro sogar noch erreichen können, dass auch auf der Hauptseite der UNESCO ein Link zum Webcasting veröffentlicht wird.
http://www.unesco.org
Ich war nach einer kurzen Einführung die erste Sprecherin, die Tim Sebastian gebeten hat, sich erst kurz vorzustellen und anschliessend die Frage an die Ministerinnen und Minister zu stellen. Wie bereits im letzten Beitrag für den Blog erwähnt, konnte ich im Gegensatz zu den anderen jungen Round Table Teilnehmenden keine Geschichte zu eigens erlebten Hürden erzählen. Deshalb habe ich mit meiner kurzen Rede aufzeigen wollen, dass wir auch in entwickelten Ländern wie der Schweiz Probleme haben, eine “inclusive education” einzuführen. Der gesamt Anlass dauerte eineinhalb Stunden. Unter den jungen Teilnehmenden gab es beispielsweise eine Nomadin aus dem Tschad, die bereits Schwierigkeiten hatte überhaupt eine gewisse Schulbildung zu erhalten, der es nicht erlaubt wurde nach dem Bachelor weiterzustudieren und jetzt auch nicht arbeiten darf. Gegen Ende der Diskussion wurde Tim Sebastian immer direkter und hat klare Statements der Ministerinnen und Minister verlangt. Die ganze Diskussion sollte übrigens auch weiterhin auf den bereits erwähnten Links verfolgt werden können.
Im Anschluss an den Round Table war ich mit den Organisatorinnen und Organisatoren des Round Table bei einem Empfang noch was essen und trinken. Dabei habe ich ein bisschen hinter die Kulissen der Konferenz sehen können, denn sie waren auch für die restliche Organisation zuständig. Nicht nur mussten sie mit sehr knappen finanziellen Ressourcen einen so grossen Anlass organisieren, sondern es gibt dabei natürlich auch viele bürokratische und diplomatische Regeln zu beachten. Von den verschiedenen Problemen, die in den letzen Tagen teilweise in letzter Minute gelöst werden mussten, habe ich natürlich nichts mitbekommen. Aber auch von Delegationsmitgliedern, die bereits vor vier Jahren dabei waren, habe ich gehört, dass die Organisation diese Mal besser ist.
Heute Morgen hat sich die Schweizer Delegation auf einen Kaffee getroffen, um über die letzten Tage an der Konferenz zu diskutieren und die verschiedenen Ergebnisse der Workshops zusammenzutragen. Dabei ist mir nochmals bewusst geworden, wie viel man als Neue in diesem „Business“ verpasst. Aber es ist dafür umso spannender zu sehen, was die erfahrenen Personen alles zu berichten haben!
Morgen ist bereits der letzte Tag der Konferenz. Heute wird wohl noch bis spät in die Nacht am Dokument geschrieben, das bei der morgigen Schlusssession verabschiedet wird. Und ich bin schon gespannt darauf, wie dieses Schlussdokument aussehen wird.
Liebe Grüsse aus Genf,
Anik
