Switzerland is showing flexibility

Die Session der Kommission für Soziale Entwicklung der UNO endet morgen Freitag, die Arbeit hier in New York geht darum langsam dem Ende zu. Für die Jugendresolution an der ich mitgearbeitet habe, hat der Schlussspurt bereits gestern stattgefunden. Die letzten Verhandlungen sind vorbei und der Text ist mehr oder weniger unter Dach und Fach. In der Regel wird versucht eine solche Resolution ohne Abstimmung, das heisst mit dem Einverständnis aller Staaten zu verabschieden. Deswegen haben Maximalforderungen in einem solchen Dokument keine Chance. Jeder Staat muss darum von seinen Idealvorstellungen abweichen und Zugeständnisse machen. Dennoch konnten wir Jugenddelegierte einige für uns sehr wichtige Punkte einbringen. So verlangt die Resolution zum Beispiel neu nach einer erweiterten Einbindung von Jugenddelegierten in verschiedene Gremien der UNO (bisher wurden nur die Generalversammlung und der ECOSOC erwähnt). Des weiteren (einer der grössten Erfolge) verlangt die Resolution von den Staaten ” to support the establishment and functioning of independent national youth councils”. Entscheidend ist das Wort “independent”. Nicht alle Staaten waren begeistert, aber am Schluss ging es durch…

Wie wichtig eine aktive Mitarbeit von Jugendlichen auch in internationalen Belangen ist, wurde mir diese Woche wieder einmal deutlich vor Augen geführt. Länder die vor zwei Jahren Jugenddelegierte dabei hatten und eine sehr jugendfreundliche Politik vertraten, bezogen nun ohne Jugendliche in der Delegation plötzlich eine sehr abwehrende Position. Die Anwesenheit von Jugenddelegierten ist darum nicht nur eine Alibi-Übung, sondern kann tatsächlich etwas bewirken. Viele Änderungsvorschläge am Text der Resolution hätten „normale“ Diplomaten höchstwahrscheinlich nicht eingebracht.

Liebe Grüsse
Danny

working lunch in der rumänischen Mission

working lunch in der rumänischen Mission

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