CSocD, zweite Woche

February 9, 2009 - Leave a Response
der Plenarsaal des CSocD (Foto SustainUS)

der Plenarsaal des CSocD (Foto von SustainUS)

Heute war wieder ein ereignisvoller Tag. Am Vormittag hat die nächste Verhandlungsrunde (sog. “Informal session”) zur Jugendresolution stattgefunden. Während einige Paragraphen unumstritten sind und heute “geschlossen” werden konnten, sind wir bei einigen sehr wichtigen noch weit von einer Einigung entfernt. Während gewisse Länder eine sehr jugendfreundliche Politik betreiben, versuchen andere jede starke Formulierung im Text zu torpedieren. Naturgemäss ist vieles Taktik, extreme Positionen werden bezogen um mehr “bargaining chips” in den Verhandlungen zu haben. Nun warten wir auf den nächsten Entwurf, in dem das koordinierende Land versuchen wird alle gemachten Vorschläge einzubauen und Kompromissvorschläge zu machen.

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side-event "Youth and Climate Change" (Foto von SustainUS)

Neben der Session finden eine Menge “side-events” statt. Dies sind Anlässe, in der Regel in der Mittagspause, die von NGOs, UNO Abteilungen oder Ländern organisiert werden und jeweils ein gewisses Thema ins Zentrum stellen. Heute Mittag habe ich einen solchen side-event zum Thema “Youth and Climate Change” moderiert. Die Diskussion zwischen Vertretern von NGOs (Scouts, SustainUS, Belgian Youth Council), Social Entrepreneurs (Global Focus), regionalen Programmen (ECLAC Economic Commission for Latin America and the Caribbean) und UN Programmen (UN Programme on Youth, UNICEF, Division for Sustainable Development, UNEP) war äusserst interessant. Klar ist eines: Junge Leute sind bereits heute ein aktiver Teil der Lösung der globalen Erwärmung. Am Klimagipfel in Pozen machten Jugendliche Druck auf die Regierungen, unzählige NGOs und Jugendverbände setzen sich in kleineren und grösseren Projekten für nachhaltige Entwicklung ein. Die Herausforderung besteht darin, unsere Stimme effektiv in den Entscheidungsprozess einfliessen zu lassen.

Liebe Grüsse
Danny

“…et surtout la mettre en pratique!”

February 8, 2009 - Leave a Response

Déclaration de M. Danny Bürkli, Délégation suisse, Représentant des jeunes

“Nous voulons agir maintenant”

February 8, 2009 - Leave a Response

Seit gut einer Woche bin ich nun in New York an der Session der Kommission für Soziale Entwicklung der UNO. In dieser Kommission nehmen 46 Länder Einsitz und viele mehr sind vor Ort präsent um mitzudiskutieren. Am Ende der Session, also diesen Freitag, wird die Kommission mehrere Resolutionen verabschieden. Die ganze Session dreht sich um die Verhandlungen zu diesen Texten, was drin stehen soll und was nicht. Staaten haben oft sehr unterschiedliche Meinungen und während dieser zwei Wochen gilt es in Verhandlungen eine mehrheitsfähige Resolution auszuarbeiten. Eine der Resolutionen betrifft die Jugend und als Jugendvertreter in der Schweizer Delegation bin ich naturgemäss dafür verantwortlich. Rumänien, Deutschland, Portugal, Finnland und Südkorea haben dieses Jahr ebenfalls Jugendvertreter in ihren Delegationen dabei. Wir arbeiten viel zusammen, machen gemeinsame Textvorschläge und versuchen dann unsere jeweiligen Länder davon zu überzeugen. Wie erfolgreich wir gearbeitet haben wird sich am Ende der Woche wenn abgestimmt wird herausstellen.

Während der ganzen zwei Wochen halten die Staaten im grossen Plenarsaal ihre Statements. Rundherum wird gearbeitet, gesprochen und am Computer getippt. Ähnlich wie im Parlament hört kaum jemand wirklich den Wortmeldungen zu. Die wirkliche Arbeit findet parallel dazu statt. In persönlichen Gesprächen zwischen Diplomaten werden Strategien abgesprochen, Informationen weitergegeben, Überzeugungsarbeit geleistet und Stellungen bezogen. Information ist wertvoll und ein teures Gut. Was denkt Schweden von unserem Vorschlag? Wie wird sich die G-77 (ein loser Zusammenschluss von Entwicklungsländern) in den Verhandlungen verhalten? Wer die Antworten kennt ist im Vorteil und ist für Verhandlungen besser gerüstet.

Solche Verhandlungen sind heikel, jede Wortmeldung wird als offizielle Position der Schweiz verstanden. Vorsicht ist also angebracht was man sagt und wie man es sagt. Aber genau das macht die Arbeit enorm spannend und herausfordernd. Aber es gibt auch ein Leben neben der Arbeit und gerade New York bietet eine Menge davon. Jeden Freitagabend versammeln sich Diplomaten und Delegationsangehörige in der „Delegates Lounge“ einen Stock über dem Konferenzraum und machen daraus die wohl internationalste Bar der Welt.

Am Freitag konnte ich auch mein Statement halten. Ich war ziemlich nervös, es passiert einem schliesslich nicht alle Tage dass man an der UNO eine Rede halten kann und dazu noch im Namen der Schweiz… Allerdings ist alles gut gelaufen. Den Text des Statements findest du hier.

Grüsse
Danny

“Switzerland, you have the floor”

February 6, 2009 - Leave a Response

Heute haben die ersten Verhandlungen, die “Informals”, zur Jugendresolution stattgefunden. Mögliche Änderungen im Text haben wir im Laufe des Vortages zur Begutachtung und Bewilligung nach Bern geschickt. Mit den entsprechenden Instruktionen ausgestattet konnte ich die Verhandlungen für die Schweiz führen. Der Ablauf ist immer etwa der selbe. Die starke Ritualisierung der Umgangsformen mag auf Anhieb lächerlich oder überflüssig wirken. Es erlaubt aber den Staaten sich auf den Inhalt zu konzentrieren, ohne sich über die ganze Form den Kopf zerbrechen zu müssen. Die rituelle Höflichkeit erlaubt es auch Staaten, die ansonsten nicht speziell gut miteinander auskommen, mit- oder zueinander zu sprechen.

Wer in einer solchen Verhandlung sprechen will hebt die Hand und wartet bis er von der oder dem Vorsitzenden drangenommen wird. “Switzerland, you have the floor”. Die obligate Replik lautet: “Thank you Madam Chair for giving me the floor”.  Bei der ersten Wortmeldung ist es des weiteren üblich den vorsitzenden Ländern der Sitzung (in aller Regel jene die den Resolutionsentwurf geschrieben haben) auf alle möglichen Arten und Weisen zu danken (“Thank you for convening this meeting”, “We appreciate your draft resolution very much”, usw usf). Dann erst kommt der eigentliche Inhalt. Die Schweiz hatte für die Jugendresolution einige Änderungsvorschläge, die ich vorab mit der Delegation besprochen hatte. Ob diese erfolgreich sein werden oder nicht, lässt sich im Moment noch nicht sagen. Die nächsten formellen Verhandlungen (die paradoxerweise eben “informals”  heissen, in Abgrenzung zur “formellen” Diskussion im Plenum) finden am Montag statt. On verra.

In der Zürichsee-Zeitung vom diesem Dienstag ist ein Artikel über YouthRep und meine Teilnahme an der Session der Kommission für Soziale Entwicklung erschienen. Eigentlich wollte ich den Artikel als PDF in den Blogpost verlinken, aber es scheint nicht zu funktionieren und für den Moment bin ich zu müde um es weiter zu versuchen.

Liebe Grüsse aus New York
Danny

Commission for Social Development: Tag 1

February 5, 2009 - Leave a Response

Heute hat die Session der Kommission für Soziale Entwicklung begonnen. An deren Ende wird – vorraussichtlich – eine Resolution zu “Policies and Programmes involving Youth” verabschiedet werden. Für diese Resolution bin ich innerhalb der Schweizer Delegation hier in New York verantwortlich. Gemeinsam mit anderen Jugenddelegierten habe ich angefangen den Entwurf der Resolution der seit wenigen Tagen zirkuliert genau anzuschauen und Änderungen vorzuschlagen. In den nächsten Tagen wird es darum gehen sowohl die Schweizer Delegation als auch die anderen Länder von der Notwendigkeit und dem Sinn einiger Änderungen an dieser Resolution zu überzeugen. Morgen Nachmittag findet eine erste Verhandlungsrunde zur Resolution statt (ein sogenannter “Informal”) an der die Staaten Stellung beziehen werden zur Resolution und zu den vielen Änderungen die zweifellos auf das Tapet kommen werden.

Der UNO-Hauptsitz in New York

Oft sind die Diskussionen über einzelne Paragraphen einer Resolution wortklauberisch und kleinlich. Einzelne Wort oder z.B. die Stellung eines Elements im Satz können aber einen grossen Unterschied machen. So brüten wir oft über Formulierungen oder suchen in älteren Resolutionen nach Wegen etwas auszudrücken (sogenannte “agreed language”). Die Zusammenarbeit der Jugenddelegierten untereinander ist gut und freundschaftlich. Auch wenn wir in erster Linie unser Land vertreten und die jeweiligen Delegationen eingebunden sind versuchen wir eine gemeinsame Linie zu vertreten und uns die Arbeit geschickt aufzuteilen.

Auch Diplomaten lassen es sich gerne gut gehen, deswegen hat die Tschechische UNO-Mission anlässlich der EU-Ratspräsidentschafts zu einem Empfang geladen. Eine gute Gelegenheit um genug Häppchen zu essen um im schweineteuren New York ein Nachtessen und somit ein bisschen Geld einzusparen…

Grüsse
Danny

New York, New York

February 2, 2009 - Leave a Response

Seit Samstag bin ich hier in New York. Da die Session der Kommission für Soziale Entwicklung erst am Mittwoch anfängt, bleibt mir noch etwas Zeit um die Stadt zu erkunden.Es gibt unendlich viele Sachen zu tun und zu sehen und meine “must see” Liste ist noch lang.

Morgen werde ich zur Schweizer UNO-Mission gehen und alle notwendigen Formalitäten erledigen, damit ich einen UNO-Badge bekomme. Wenn möglich, werde ich morgen auch noch am “Civil Society Forum” vorbeischauen, dass einen Tag vor Sessionsbeginn stattfindet.

Heute sind aber noch Ferien und deswegen mache ich mich jetzt auf den Weg in den Grand Central Park.

Grüsse
Danny

IBE Council, Fortsetzung

January 31, 2009 - One Response

Ich bin bereits zurück in Zürich, leider mehr im Bett als auf den Beinen, deshalb auch die späte Berichterstattung.

International Bureau of Education

International Bureau of Education

Am Mittwoch nach dem Schulbesuch am MNG Rämibühl nahm ich den Zug zurück nach Genf. Die Eröffnung des IBE  Council hatte bereits am Morgen statt gefunden und deshalb hätte ich auch theoretisch die Besprechung der International Conference on Education ICE verpasst, da ich erst nach 15 Uhr in Genf ankam. Als ich jedoch mit etwas Verpätung in die Nachmittagssession eintraf, realisierte ich, dass der Council total im Rückstand war mit der Agenda. Während sich einige Teilnehmende darüber aufregten, vor allem die ehemalige Präsidentin des IBE Councils, die sich mehrmals mit entsprechenen Voten meldete, so war es für mich natürlich von Vorteil, da ich so die Evaluierung der ICE doch noch mithören konnte.

Die ICE war gemäss Evaluation ein voller Erfolg. Nachdem die Präsidentin die Resultate präsentierte fand die Diskussion im Plenum des Councils statt. Auch hier wurde mehrmals betont, dass die Ministerkonferenz Ende November ein Erfolg war. Allerdings wurde auch die etwas unkritische Berichterstattung bemängelt. So wurde denn auch ziemlich lange an einzelnen Paragraphen herumdiskutiert, teilweise sogar an einzelnen Teilsätzen.

Roundtable

Round Table an der ICE

Die Kritike von gewisser Seite, dass die Konferenz zum Thema “Inclusive Education” selber ziemlich wenig “inclusive” war, liessen die OrganisatorInnen nicht auf sich Sitzen. Als Gegenbeispiel wurde immer wieder der Round Table erwähnt, an dem ich gemeinsam mit anderen jungen Leuten Fragen an verschieden Ministerinnen und Minister stellen konnte. Wie mir in den Pausen von mehreren Seiten berichtet wurde, so gilt dieser Roundtabel tatsächlich als eine der besten Veranstaltungen dieser Konferenz.

Am Donnerstag haben sich wieder alle 28 Länder im Conference Center Varembé eingefunden um den Council fortzusetzen. Es wurden die letztjährigen Aktivitäten des International Bureau of Education IBE besprochen und natürlich auch das Budget. Die Diskussionen fand ich teilweise erstaunlich offen, einige Teilnehmende haben ziemlich klar gesagt, wenn ihnen etwas nicht korrekt erschien. Und natürlich hat sich auch an diesem Tag die ehemalige Präsidentin des öfteren gemeldet um irgend was zu bemängeln. Zwischendurch klingelte immer wieder mal ein Natel – die Lautlostaste scheint dort niemand zu kennen.

Gegen Ende des Tages kamen wir endlich zur sehr spannenden Diskussion, nämlich über die Zukunft des International Bureau of Eduation. Spannend deshalb, weil es hier um strategische Fragen ging: Wie kann das IBE tatsächlich ein Kompetenzzentrum für Curricula werden? Wie kann sich das IBE von anderen UNO Agencies abheben, die sich ebenfalls im Bereich Bildung engagieren?

Am Freitag konnte ich leider nicht mehr an der Sitzung teilnehmen, da ich in Bern arbeiten musste. Die Diskussion über die Zukunft des IBE wollten sie jedoch sowieso auf den Sommer verschieben und folgich passierte wohl nicht mehr all zu viel an diesem letzten Tag des IBE Councils.

So, ich glaub das wars dann von der “internationalen” Berichterstattung von mir als Youth Rep. Es war total spannend und ich habe viel über die internationale Politik erfahren können. Aber auch die nationale Politik konnte ich hautnah erleben, was auch am Thema Bildung lag; ein Politikbereich, der wohl in keinem anderen Land so dezentral geregelt ist wie in der Schweiz und folgich nicht nur bei der Positionsfindung, sondern auch bei der Repräsenation auf internationaler Ebene mehrere Tücken mit sich bringt. Jaja, Politik kann so spannend sein :-)

miniMUN à la Planta

January 29, 2009 - Leave a Response

Bonjour à tous,

Aujourd’hui nous avons animé une mini-simulation du Conseil de Sécurité pour les élèves du Collège de la Planta de Sion. Le thème était la crise de Gaza et deux fois 15 élèves ont pris part à nos deux simulations consécutives.

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Les participants du Workshop et Jonas en préparation du plan d'action

Ce fut vraiment intéressant de voir autant d’élèves se prendre au jeu de la simulation et  se mettre à défendre des positions qui sont souvent loin d’être la leur. Le premier groupe fut très actif et ont pu expériencer les problèmes relatifs au droit de véto lors du vote sur les différents plans d’actions proposés. Israël et les USA s’opposaient aux autres membres du Conseil de Sécurité présent pour l’occasion. Aucune solution n’a été trouvé après 1heure de débat. Le deuxième groupe a été plus productif. En effet, la résolution du problème de la reconstruction de Gaza a pu être résolue grâce au bon sens des élèves présents et à leurs reflexions basées avant tout sur des arguments rationnels. Les élèves étaient tous très impliqué et certains ont fait preuve de plus de sérieux que des vrais diplomates. Ces mini-simulation permettent vraiment d’avoir un aperçu du système onusien, de ses problèmes, de ses capacités et de ses possibilités en un laps de temps très cours. On espère que ce genre de manifestation vont se poursuivre!

Je tiens également à souligner l’excellent accueille dont nous avons bénéficié au Collège de la Planta. Ce fut agréablement chaleureux et nous avons réellement apprécié de travailler avec eux!

Quelques jours de répos pour moi en février. Mes collègues vont se charger de mettre à jour se blog car Anik participe toujours à la conférence de ministre et Danny va participer dès la semaine prochaine au CSoCD à New-York et cela pour 10 jours!

A bientôt

Jonas

Tour de Suisse : Zürich

January 28, 2009 - Leave a Response

Bonjour à tous,

Voilà, nous continuons notre tour de Suisse et nous étions ce matin à Zürich au lycée Rämibühl devant une 60aine d’élève. Plus de stress pour moi vu que tout était en allemand mais tout s’est bien passé au final. La grande majorité des élèves savaient déjà ce qu’étaient les MDGs car ils ont vu cela en classe. Grosse et agréable surprise que de voir les Objectifs du Millénaire abordés en cours. Toutefois, les élèves auraient plus apprécié plus de commentaires personnels au sujet de notre propre expérience. C’est toujours difficile pour nous car il faut vraiment beaucoup parler de nous-mêmes et c’est quelque chose de nouveau pour Danny, Anik et moi. Mais vu que ce n’est pas la première fois que la critique revient, nous allons essayer de plus en parler durant les prochaines écoles.

Durant cette heure était aussi présent le journaliste Ronald Schenkel du NZZ Campus. Il va reporté notre présentation et faire de la pub pour notre projet dans l’édition de février ou de mars, selon les disponibilités.

NZZ Campus

Nous apprécions réellement la venue de ce journaliste et on espère que d’autres suivront! Quand nous étions à Neuchâtel, la radio local nous avait également contacté mais nous n’étions déjà plus sur place.

Ce journaliste nous a aussi interviewé rapidement pour tout autre chose. Pour son journal il fait également un sondage vidéo sur l’architecture et il a profité de nous avoir sous la main pour le faire avec nous.

Anik est retournée à Genève pour la session de l’après-midi auprès du Bureau International de l’Education. Quant à moi, je vais retourner en Valais ou avec Danny on va faire un petit workshop pour les participants du FAP. On va simuler le Conseil de Sécurité de l’ONU pour les étudiants. On peut dire que nos vacances sont bien chargées :-)

Quant au Schulbesuch, notre prochain étape est un centre professionnel à Zürich, après nous visiterons un lycée à Olten et puis nous irons au Tessin et dans les Grisons. Notre but est vraiment de pouvoir couvrir toutes les régions linguistiques!

A bientôt!

Jonas

IBE Council

January 28, 2009 - Leave a Response

Gestern hatten wir in Genf Vorbereitungssitzungen und –treffen für den heute beginnenden IBE Council. IBE steht für International Bureau of Education und ist das Kompetenzzentrum für Bildung der UNESCO. 28 Länder sind in diesem Council, wobei die Zusammensetzung immer wieder wechselt. Die Schweiz ist jedoch immer dabei, da das Büro seinen Sitz in Genf hat.

In der letzten Novemberwoche konnte ich bereits an der International Conference on Education ICE teilnehmen. Das ist eine alle vier Jahre stattfindende Ministerkonferenz, organisiert vom IBE. Ich habe damals auf diesem Blog davon berichtet.

Nun habe ich fast alle unserer damaligen Delegation wieder treffen können. Dieses Mal konnte ich folglich schon viel relaxter an die Sitzung gehen, denn ich wusste schon in etwa, was mich erwartet.

Um 14 Uhr hatten wir eine Delegationssitzung, an der wir die verschiedenen Punkte der Agenda und die Position der Schweiz besprochen haben. Das anschliessende Treffen mit der Ländergruppe diente dazu, sich mit „Gleichgesinnten“ auszutauschen und die Positionen zu klären, damit während des Councils besser zusammengearbeitet werden kann.

Zwischen den beiden Sitzungen hatten wir noch etwas Zeit, deshalb folgte ich dem Botschafter und dem Vertreter vom EDA ins Internationale Museum der Reformation und ging anschliessend noch was mit ihnen trinken. Bei solchen Gelegenheiten erfährt man nicht selten interessante Details, die man als Laie nicht realisieren würde. Was sich dabei auch immer wieder bestätigt: Nicht nur die internationale, sondern auch die nationale Politik kann so spannend sein!

Am Abend dann fand ein Diner in der Altstadt von Genf statt. Ich sass natürlich ganz am unteren Rand des Tisches, aber der österreichische Vertreter war ein ganz unterhaltsamer Tischnachbar. Ein Pädagogikprofessor, der aus Protest gegen die Umstrukturierung an seiner Universität in Frühpension ging – und nun doch noch ein paar Stunden an verschiedenen Hochschulen unterrichtet. Irgendwann realisierte ich dann, dass ich meinen letzten Zug nach Zürich verpasst habe… Nuja, so konnte ich wenigstens auch noch das feine Dessert geniessen!

Und zum Glück hatte ich vorsorglicherweise bereits im Hostel eingecheckt. Nach einer sehr kurzen Nacht habe ich den Zug heute Morgen früh nach Zürich genommen.